Mosbach, 10. Mai 2026. Ein strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen und kaum Wind — die Bedingungen beim Leichtathletik-Stadion in Mosbach hätten für die Läuferinnen und Läufer an diesem Maitag kaum besser sein können. Ideales Laufwetter empfing die Athletinnen und Athleten der Württembergisch-Badischen Staffelmeisterschaften, zu denen Vereine aus ganz Baden-Württemberg angereist waren. Mittendrin: die LG Hohenlohe mit vier Staffeln, bereit, sich mit der Konkurrenz zu messen.
Früher Einstieg in den Tag: U12 zeigt die Breite des Jahrgangs
Noch bevor der offizielle Meisterschaftsbetrieb in vollem Gange war, gehörte die Bahn den Jüngsten. Im Rahmenwettbewerb der Männlichen Kinder U12 über dreimal 800 Meter bildete der frühe Startschuss für die LG Hohenlohe den Einstieg in einen langen Wettkampftag — und der Jahrgang nutzte die Gelegenheit, seine Tiefe eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Denn die LG schickte gleich zwei Staffeln an den Start, und beide lieferten ab.
Staffel 1, bestehend aus Julian Muhler (Jg. 2015), Anton Allmann (2016) und Finnik Roth (2015), lief in 8:16,81 Minuten auf Rang eins und gewann damit den Rahmenwettbewerb. Besonders erfreulich dabei: Alle drei Athleten konnten ihre bisherigen Bestzeiten bestätigen und zeigten, dass sie genau zum richtigen Zeitpunkt ihre Form abrufen konnten. Staffel 2 mit Slawa Bashtanov (2015), Finn Kaiser (2016) und Jakob Frank (2016) folgte in 8:42,46 Minuten auf Rang drei und überzeugte ebenfalls durch starke Einzelleistungen. Platz eins und drei im selben Wettbewerb — das ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer breiten, gut entwickelten Basis in diesem Jahrgang der LG Hohenlohe. Sechs Jungen, sechs überzeugende Auftritte: Die Zukunft läuft.
U14 Mädchen: Starke Einzelzeiten gegen harte Konkurrenz
Am Mittag folgte der nächste Auftritt der LG Hohenlohe, diesmal im offiziellen Meisterschaftsbewerb. Bei den Weiblichen Jugend U14 über dreimal 800 Meter präsentierten sich Jessica Bokmeier (2014), Alvina Tripel (2014) und Hanna Luksch (2013) in einem außerordentlich starken Teilnehmerfeld von acht gewerteten Staffeln. Die Konkurrenz war geballt: Vereine wie KSG Gerlingen, StG Schönbuch-Nord und LG Radolfzell kämpften um die vorderen Plätze, und die Siegerzeit von 7:47,47 Minuten verdeutlicht, auf welch hohem Niveau dieser Wettbewerb ausgetragen wurde.
Das Trio der LG Hohenlohe belegte mit 8:27,15 Minuten den sechsten Platz. Eine Zahl, die für sich allein wenig verrät, aber im Gesamtkontext sehr viel bedeutet. Denn was die drei Athletinnen im Einzelnen auf die Bahn brachten, verdient besondere Erwähnung: Die Einzelzeiten überzeugten trotz des hohen Konkurrenzdrucks auf ganzer Linie. Jede der drei Läuferinnen zeigte, dass sie auf diesem Niveau mithalten kann und individuell stark genug ist, um künftig weiter nach vorne zu laufen. Bokmeier, Tripel und Luksch haben bewiesen, dass sie auch auf großer Bühne liefern können — und das gegen eine Konkurrenz, die in diesem Jahrgang landesweit sehr eng beieinander liegt.
U18 Mädchen: Souverän im Meisterschaftsfeld
Den Abschluss der LG-Hohenlohe-Auftritte bildeten die Weiblichen Jugend U18 über dreimal 800 Meter. Mit Mona Menikheim (2010), Hellena Hugenberg (2010) und Lena Knebel (2011) schickte die LG ein gut eingespieltes Trio ins Rennen. In einem Feld von sechs gewerteten Staffeln — darunter so starke Teams wie VfL Waiblingen, LG Filder und TSG Schwäbisch Hall — liefen die drei Hohenlohischen in 7:33,13 Minuten auf den fünften Platz.
Die Siegerzeit des VfL Waiblingen lag bei 7:07,32 Minuten, womit das Leistungsniveau der gesamten Konkurrenz sehr hoch war. Die LG Hohenlohe behauptete sich dennoch souverän im Feld und zeigte geschlossene Teamleistung über alle drei Teilstrecken. Menikheim, Hugenberg und Knebel liefen ihren Rhythmus, kamen gut durch den Wettbewerb und brachten ein ordentliches Ergebnis nach Hause. Die Erfahrung eines Landesmeisterschaftsstarts ist für drei junge Athletinnen dieser Jahrgänge ein wertvoller Baustein für die weitere Entwicklung, und das Potenzial für weitere Steigerungen ist klar erkennbar.
Fazit: Ein starker Tag für die LG Hohenlohe
Vier Staffeln, ein Rahmenwettbewerbssieg, ein dritter Platz und zwei weitere Platzierungen im Meisterschaftsbetrieb — die LG Hohenlohe darf auf diesen Wettkampftag in Mosbach stolz zurückblicken. Was besonders auffällt: Es waren nicht nur die Ergebnisse, die überzeugten, sondern die Qualität der Einzelleistungen quer durch alle Altersklassen. Von den Jüngsten, die im Rahmenwettbewerb ihre persönlichen Bestzeiten bestätigten und die Breite ihres Jahrgangs demonstrierten, bis zu den U14-Mädchen, die gegen starke Konkurrenz individuelle Stärke zeigten — die LG Hohenlohe hat an diesem sonnigen Maitag in Mosbach bewiesen, dass sie auf Landesebene mithalten kann und in der Breite stark aufgestellt ist. Ein gelungener Tag für den Verein und ein vielversprechendes Zeichen für die kommende Saison.

Julian Muhler vor Slawa Bashtanow

Siegerehrung über 3 x 800 Meter, von links Finnik Roth, Julian Muhler, Anton Allmann, Slawa Bashtanow, Finn Kaiser, Jokob Frank.
