Bochum steht dieses Jahr unter dem Motto Sommer der Leichtathletik
Eine Woche nach den Meisterschaften der U18 und U23 sowie 14 Tage vor der DM der Aktiven fanden vom 10.07.-12.07.2026 die Deutschen Meisterschaften der Jugenden U16 und U20 in der Leichtathletik statt.
In der U16 startete Lena Knebel über die 1500m Hindernis. Aufgrund der Teilnehmerzahl wurde das Finale in zwei Zeitläufe aufgeteilt und Lena aufgrund ihrer Meldezeit und Platzierung in der Meldeliste dem schnelleren Lauf zugeteilt. Ihre Premiere bei den Deutschen und damit auch die Hauptsaison krönte Lena mit einer neuen PB von 5.21,83 Minuten und dem 11.Platz in der Gesamtwertung. Die „PB“, um satte 6 Sekunden beim Saisonhöhepunkt zu verbessern heißt: Alles richtig gemacht! Herzlichen Glückwunsch.
In der U20 startete Alice Ghidelli über die 3000m Hindernis. Im ersten Zeitlauf lieferte sie sich ein hartes Duell mit Laura Beyer von der LAC Quelle Fürth. Am Ende hatte Laura Beyer die Nase knapp vorne, doch auch Alice konnte ihre ersten Deutschen Meisterschaften mit einer „PB“ erfolgreich gestalten. Herzlichen Glückwunsch.
Am Samstag dann das Rennen über 3000m für Marie Brand. Nach ihrem grandiosen Rennen in Weinstadt (9.54.5 Minuten) schien zunächst alles nach Plan zu laufen, doch durch Ausfall der Zielkamera blieb nur eine handgestoppte Zeit übrig, die der Verband nicht als Meldeleistung für eine DM akzeptiert. Statt 4 Wochen in den gezielten Aufbau zu Gehen hieß es auf ein Neues bei den Süddeutschen. Diese wurden dann wegen Hitze kurzfristig abgesagt. Auf der Suche nach einem weiteren Wettkampf blieb nur noch ein Meeting am 04.07. in Königsstein. Mit einer 10.12,09 Minuten sicherte sie sich dann doch noch das Ticket zur DM. Aber 2 Top-Läufe über 3000m auf diesem Niveau in einer Woche sind eigentlich nicht möglich. Im Feld der 21 Starterinnen positionierte sich Marie gleich in der Spitzengruppe, verteidigte clever ihre Position innen auf Bahn 1 und lag bis zur 2000m Zwischenmarke auf einem Kurs 9.50 Minuten. Als dann die letzten 2 Runden das Tempo noch einmal verschärft wurden, machte sich die Vorbelastung dann doch bemerkbar und Marie musste die Verfolgergruppe ziehen lassen. Eine gute Schlussrunde brachte im Ergebnis noch eine Endzeit von 10.06,06 Minuten, die zweitbeste Zeit, die Marie je gelaufen ist. Der 10.Platz, also Top Ten in Deutschland, ist ein gutes Ergebnis und Lohn für den Mut, trotz allem Pech in der unmittelbaren Vorbereitung, Alles versucht zu haben. Herzlichen Glückwunsch!

Alice Ghidelli mit weitem Satz am Wassergraben

Die Top 10 in Deutschland über 3000m (Marie Brand 1753)
